Abenteuer interreligiöser Dialog

Die Beauftragte für den interreligiösen Dialog der Diözese Feldkirch, Dr. Ursula Rapp besuchte am 21. Mai die beiden Religionsgruppen der 6. Klassen und stellte ihr Arbeitsgebiet vor. Geht es beim interreligiösen Dialog um die Bewusstmachung der Einheit aller Religionen? Geht es um die Verteidigung der eigenen, „wahren“ Religion, um Mission oder um den inneren Frieden einer Gesellschaft zu sichern? Diese Fragen wurden diskutiert und die Herausforderungen des interreligiösen Dialogs angesprochen, der für Ursula Rapp ein „Abenteuer“ ist.

 

 

Wer bitteschön ist Tante Klara?

Mit einer ungewöhnlichen Imagekampagne – Post von Tante Klara - versucht die Kirchenbeitragsstelle der Diözese Feldkirch seit letztem Jahr mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Um diese sehr umstrittene Aktion und das kontroverse Thema Kirche und Geld ging es beim Gastreferat von Hans-Peter Kalb, Leider der Kirchenbeitragsstelle am 17. März 2015 vor der Religionsgruppe der 8. Klassen. Sehr offen und direkt beantwortete der Gastreferent die Fragen nach dem Kirchenbeitragsaufkommen (21 Mio im Jahr), der Möglichkeit von Zweckwidmungen (bis max. 50% für acht Institutionen), was passiert, wenn der Kirchenbeitrag nicht bezahlt wird (darauf ist die Antwort komplex) und wie viel Geld aus Vorarlberg tatsächlich in den Vatikan fließt (0,2%). Auch persönlich gab er Zeugnis ab, wie wohlwollend die Kirche mit ihm als Geschiedenem und Ü50-Jährigem umgeht.

 

 

Politikethik nach Auschwitz

 

Prof. Jürgen Manemann, Leiter des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover hielt am 30. September 2014 im Festsaal einen sehr engagierten Impulsvortrag über die Grundfrage der Ethik, nämlich wie wir gut zusammen leben können. Die Religions- und Ethikgruppen der Maturaklassen waren dazu eingeladen. Der Theologe und Philosoph diagnostiziert eine Rückkehr der Bürgerpolitik, die eines fordert: Politisches Handeln soll dem Leben aller dienen, statt den Interessen einiger weniger zu dienen. Politik verknüpft er sehr eng mit Kultur, die wesentlich eine Kultur der Anerkennung des Anderen in seinem Anderssein sein muss. Seine Hoffnung sind die Jugendlichen, die Visionen haben und Veränderungen ermöglichen können. Denn Politik ist in seiner Sicht die „Kunst des Unmöglichen“. Sie schöpft aus der Zukunft und hält den Status quo nicht bloß aufrecht.

S-B

Besuch von der Krankenhausseelsorgerin

Am Dienstag, den 18 November 2014 bekam die Religionsgruppe der 8. Klasse im Zuge der Aktion „Wofür brennst du?“ Besuch von der Krankenhausseelsorgerin Daniela Bohle Fritz. Im zweistündigen Vortrag bekamen wir nicht nur Einblicke in ihre Arbeit, sondern sie stellte uns auch ihr „Projekt“ vor, das ihr besonders am Herzen liegt. Daniela Bohle Fritz ist nämlich eine der Initiatoren des Totgeburtenfriedhofes in Rankweil. Für persönliche Fragen blieb uns dann am Ende des Vortrages noch Zeit.

 

Vielen Dank Frau Bohle, dass sie sich die Zeit genommen haben um uns in der Schule zu besuchen und uns ihre persönliche Berufung zu schildern und uns einen Einblick in ihren Alltag als Seelsorgerin zu geben.

Johanna Kohler, 8. Klasse